Schmetterlingsleicht

Schmetterlingsleicht – so lebt es sich im Sommer. Mit Blumen und Blüten, mit Meeresrauschen und Bergeshöhen. Wir tanken Sonne. Wir tanken Farben. Wir tanken die Fülle des Lebens.

So soll er sein, der Sommer. Eine leichte Zeit! Eine frohe Zeit! 
Eine Zeit zum Ausruhen und zum aktiv sein in der Natur. 
Eine Zeit um sich zu entpuppen von Arbeit und Stress – und frei und leicht zu sein.
Loben will ich Gott für seine Güte. Loben für das Leben, das er gibt. Loben für die Freude, die das Leben schenkt.
Ja, es gibt viel, was einen raupenschwer macht. Selbst der Blick in die Natur weist auf Probleme hin. Von Menschen gemacht ist das meiste, was das Herz raupenschwer macht. 

Und ich frage mich manchmal: Wie lange wird sie noch halten – unsere Erde? Wie lange wird er noch halten – der Frieden in unserem Land? Wie lange haben wir noch, bis alles zusammenbricht?
Und trotzdem: 
Aus dem Lob kommt Kraft. Wir sind nicht allein. Gott ist da.
Aus dem Lob kommt Zuversicht. Mit Gottes Hilfe könnten wir die Dinge wenden.
Aus dem Lob kommt das Gefühl: Das Leben ist mehr. Leben mit Herzens-Fülle ist möglich.
Schmetterlingsleicht will ich sein – wenigstens von Zeit zu Zeit – in diesem Sommer.
Und meine Seele fliegen lassen bis zu den Sternen.


Ihre
Pfarrerin Gundula Guist
 

SCHMETTERLINGSLEICHT

Gott segne dich mit der Weite des Himmels, 
dass du schmetterlingsleicht triumphierst 
über den raupenschweren Existenzkampf. 
Dein Herz hüpfe die Melodie: 
"Ich bin geschaffen für das Leben", 
und nicht: "Geboren, um zu sterben". 
Jesu Geist durchwehe dein Fühlen, 
Denken und Handeln. 
Er sei dein Schmetterling der unbesiegbaren Hoffnung 
und fliege mit dir zum Herzen Gottes.

Reinhard Ellsel