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Foto: Michael Krause
Gleich zwei der Ursprungsgemeinden im Nachbarschaftsraum Friedrichsdorf sind nach dem kirchlichen Umweltschutzmanagementsystem “Grüner Hahn” zertifiziert: Köppern und Burgholzhausen. Dazu mussten sie in einem mehr als zweijährigen Prozess umfangreiche Unterlagen zusammengestellen, zahlreiche Daten im eigens dafür geschaffenen Datenbanksystem "Avanti" erfassen und einen Umweltbericht verfassen.
Unabhängig voneinander haben die Kirchengemeinden Burgholzhausen und Köppern im Januar 2023 das Audit bestanden. In Köppern hieß es dazu: “Mit der Validierung will die Kirchengemeinde — nach innen und nach außen — das Vertrauen in die Fähigkeit zur kontinuierlichen Verbesserung des Umweltschutzes in der Gemeinde und die Erfüllung relevanter gesetzlicher Vorschriften stärken. Darüber hinaus möchte sich die Gemeinde ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen, nachhaltig den Wandel gestalten und die Schöpfung bewahren.”
Seitdem wird das auf mehrere Jahre angelegte Umweltprogramm sowohl in Köppern wie auch in Burgholzhausen Schritt für Schritt abgearbeitet, um das Ziel einer klimafreundlichen Gemeindearbeit zu verwirklichen. Zu den Zielen gehört es unter anderem, den Heizenergieverbrauch um 30 Prozet und den Stromverbrauch um 10 Prozent gegenüber den Jahren 2020/2021 zu senken.
1 Wir fühlen uns verantwortlich für Gottes Schöpfung. Als Christen wollen wir im Einklang mit der Natur und allen Menschen auf der Erde leben. Dazu gehört ein sorgsamer Umgang mit den Ressourcen und Rücksicht auf die natürlichen Lebensgrundlagen.
2 Wir achten die Lebensrechte aller Menschen und künftiger Generationen. Außerdem halten wir uns selbstverständlich an die geltenden Gesetze. Dies beziehen wir in alle unsere Entscheidungen ein.
3 Wir gehen davon aus, dass ökologisches Handeln und Wirtschaftlichkeit miteinander vereinbar sind. In Zweifel entscheiden wir uns für den Schutz der Umwelt und nehmen höhere Kosten in Kauf.
4 Bei allen unseren Vorhaben prüfen wir, ob wir unserem Ziel, unsere Welt so gering wie möglich zu belasten, gerecht werden. Vor allem bei langfristig wirksamen Entscheidungen berücksichtigen wir die voraussehbaren Auswirkungen auf die Schöpfung.
5 Wir kaufen bevorzugt ökologische, regionale und fair gehandelte Produkte. Unser Ziel ist es, Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten. Darüber hinaus sollen die Erzeuger vor allem landwirtschaftlicher und handwerklicher Produkte faire und sozial verträgliche Preise erhalten.
6 Wir reduzieren den Energie-, Wasser und Materialverbrauch in den kirchlichen Gebäuden und bei Veranstaltungen der Gemeinde. Wir wirken auf die Gemeindeglieder ein, diesem Beispiel zu folgen.
7 Wir erhalten, fördern und gestalten schöpfungsgerechte und gesunde Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen – insbesondere auf unseren Grundstücken und in unseren Gebäuden. Das schließt auch ein, dass künftige Bauvorhaben nach ökologischen Grundsätzen realisiert werden.
8 Wir erarbeiten ein Umweltprogramm und setzen es um. Die angestrebte Zertifizierung nach dem kirchlichen Umweltmanagementprogramm „Grüner Hahn“ gehört dazu. Wir ziehen regelmäßig Bilanz und berichten über unsere Umweltziele und die Ergebnisse unserer Schritte auf diesem Weg.
9 Wir suchen den Dialog und den Austausch mit den Gemeindegliedern und der weltlichen Gemeinde. Wir wollen ökologisches Handeln vorleben und versuchen, anderen Beispiel zu geben.
10 Der Erhalt der Schöpfung ist für uns ein Eckpfeiler der Verkündigung. Er bestimmt unser theologisches und weltliches Handeln. Wir überprüfen regelmäßig unsere Ergebnisse und unsere Umweltleitlinien.
Ziel: Energie sparen
Ziel: Förderung der Biodiversität
Ziel: Nutzen umweltfreundlicher Produkte
Ziel: Optimierung der Müllentsorgung
Der Grüne Hahn ist ein System, mit dem man die Umweltauswirkungen in einer Kirchengemeinde erfasst, bewertet und reduzieren kann. Durch gemeinsam festgelegte Ziele werden Verbesserungen erreicht, zum Beispiel beim Verbrauch von Energie und Wasser, bei Außenanlagen oder beim Einkaufen. Außerdem werden das Feiern der Schöpfung sowie die Kommunikation zu Themenfeldern der Nachhaltigkeit belebt.
Lutz Kunze
Michael Krause


